Spenden

Spendenaufruf
Verwendung der Spenden
Zwischenbericht der Finanzgruppe

Spendenaufruf

Am 21.5.2008 durchsuchte die Polizei Wohnungen und Büroräume von Tierrechtler_innen in mehreren österreichischen Bundesländern. 10 Personen befanden sich bis 13. August bzw. 2. September 2008 in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wird ihnen die Bildung einer kriminellen Organisation nach § 278a StGB. In Österreich und europaweit kam es zu zahlreichen Solidaritätsaktionen. Dringendst benötigt wird jedoch immer noch auch finanzielle Unterstützung zur Bewältigung der Folgen der Repressionswelle. Deshalb wurde ein Spendenkonto eingerichtet, auf das ihr spenden könnt:

Kontonummer: 01910815837
Bankleitzahl: 14 000
Kontoinhaberin: Grünalternative Jugend Wien
Zweck
: Antirep 2008

IBAN: AT451400001910815837
BIC: BAWAATWW

Ab sofort gibt es auch ein Spendenkonto in Deutschland, und zwar von der
Rote Hilfe e.V.
Kontonummer: 191100462
Bankleitzahl: 44010046
Postbank Dortmund
Spendenkonto “§278a”

Verwendung

Die auf dem Konto eingehenden Spenden werden folgendermaßen verwendet:

A) Rechtsanwält_innen sowie Prozesskosten.

Der Prozess bringt erhebliche Kosten für die rechtliche Verteidigung der Betroffenen und andere juristische Maßnahmen (Beschwerden etc.) mit sich. Der Großteil des Spendentopfs wird deshalb direkt für das Abdecken von Rechtsanwält_innenkosten verwendet. Wir rechnen mit mehreren 10.000 Euro pro Person! Da die Prozessdauer noch nicht einschätzbar ist, sind die genauen Kosten auch noch nicht abschätzbar. Im Falle einer Verurteilung, sind jedenfalls die gesamten Prozesskosten von den Betroffenen zu tragen. Die Kosten für die Anwält_innen müssen auch bei einem Freispruch beglichen werden.

B) Fahrtkosten

Der Prozess soll in Wr. Neustadt stattfinden. Wie viele Prozesstage es geben wird, wissen wir noch nicht. Für einen einzelnen Prozesstag fallen aber allein für die 10 Betroffenen Fahrtkosten von ca. 200 Euro an. Da es für die Leute nicht möglich ist, dafür selbst aufzukommen, sollen diese Kosten auch vom Spendenkonto übernommen werden.

C) Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld und während der Prozessdauer durch Plakate, Flyer und Sticker, bzw. Pressearbeit, bringt erhebliche Kosten mit sich. In einem politischen Prozess wie diesem, ist die Öffentlichkeitsarbeit von enormer Bedeutung, und wird deshalb auch über Spenden finanziert.

Aus dem Spendentopf nicht finanziert werden die diversen Solidaritätsaktionen für die Betroffenen. Diese verstehen wir zwar als wichtigen Teil der Unterstützung und der praktischen Solidarität, da sie die notwendige Öffentlichkeit für dieses Verfahren schaffen. Trotzdem sollen diese Aktionen aus anderen Geldmitteln finanziert werden.

Zwischenbericht der Finanzgruppe

vom 12.2.2009

Bislang konnten am Solikonto insgesamt ca. € 39.000,– an Spenden verbucht werden.

Davon wurden bis dato
€ 2.075,– an Mieten der Betroffenen während der U-Haft und
€ 187,– an Stromrechnungen bezahlt,
€ 550,– wurde direkt für die Betroffenen in den Knast überwiesen.

An AnwältInnen wurde bislang insgesamt € 15.250,– ausbezahlt, die tatsächlichen Kosten für die RechtsvertreterInnen liegen aber bedeutend höher und sind sehr unterschiedlich gestaffelt. In einigen Fällen haben Angehörige bzw Familie und/oder FreundInnen teilweise bzw zur Gänze die Honorare beglichen oder die bevollmächtigten RechtsanwältInnen verlangen eine nur geringfügige Bezahlung, andere wiederum den “Normaltarif”.

Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit bei allen SpenderInnen, Soli-Cocktail-AusschenkerInnen, T-Shirt-DruckerInnen, Soliparty-Organisierenden usw herzlich bedanken. Ihr seid super! Leider ist ein Ende der “Sammelt Spenden-Aufrufe” noch nicht in Sicht und wir müssen – nach ersten vorsichtigen Einschätzungen – davon ausgehen, dass bei einem möglichen Prozess die AnwältInnenkosten pro Person gegen € 50.000,– (!!!) steigen werden.

Darum fordern wir nach wie vor alle dazu auf, aktiv zu werden, Soliaktionen jeder erdenklichen Art zu starten und aufs Solikonto zu spenden! Vielen Dank an alle bereits im Voraus!

Finanzgruppe Antirep 2008 – 12.2.2009